Sketchnotes: Ein Porta-Workshop für alle Sinne

„Sketch … was bitte?“ „Na, SketchNOTE. Also eine Kombination aus Text, Bild und Struktur. Visuelle Notizen eben.“ „Aber ich kann doch gar nicht zeichnen.“ So oder ähnlich mögen die ersten Sätze gefallen sein, als die Teilnehmerinnen der PORTA-Weiterbildung mit dem Online-Workshop „Lernen mit Sketchnotes“ beginnen. Doch schnell begeistern sich die zehn Frauen für diese neue Technik.

willkommen zum Sketchnotes-Porta-Workshop ©Conni Eybisch-KlimpelWarum Sketchnotes so erfolgreich sind und gut ankommen, erklärt Cornelia Eybisch-Klimpel. Sie arbeitet bei der Berliner Beratungsstelle Frau und Beruf e.V. und ist Expertin auf dem Gebiet der gezeichneten Notizen.

Die menschliche Wahrnehmung läuft zu 80 Prozent der visuellen Ebene ab. Was man sieht, kann man sich meist besser einprägen als wenn man nur zuhört. Zeichnet das Gehörte aber mit, werden im Gehirn mehrere Regionen gleichzeitig aktiviert. Zeichnen unterstützt also das aktive Zuhören und hilft, Zusammenhänge besser zu verstehen. Man kann mit Sketchnotes komplexe Themen vereinfacht darstellen – und es macht großen Spaß, sich auf dem Papier (oder dem Tablet) kreativ auszutoben.

Punkt, Punkt, Komma, Strich

Es geht los im Sketchnotes-Porta-Workshop ©Conni Eybisch-Klimpel

Nach einer kurzen Kennenlernrunde geht es zur Sache: Conni hat über ihrem Zeichentisch eine Dokumentenkamera installiert, die ihre Sketchnotes aufnimmt, so dass sie selbst beide Hände frei hat, um zu zeichnen. Conni zeigt einfache Formen aus dem visuellen Alphabet: Dreiecke, Vierecke Kreise und Ovale, Bogen, Welle und Winkel. Damit und mit weiteren Elementen wie Pfeilen, Strukturen und Schriften kann frau schon eine Menge machen.

Und weil man für gute Zeichnungen gutes Material braucht, gibt Conni auch einen Überblick über geeignete Stifte.

Und wer bist du?

Und wer bist du im Sketchnotes-Porta-Workshop? ©Conni Eybisch-Klimpel

Danach sind die Teilnehmerinnen an der Reihe. Jeweils zwei schließen sich in sog. Breakout-Räumen zusammen, befragen und porträtieren sich gegenseitig mit viel Spaß und Lachen.

Zurück im virtuellen Plenum stellen sie ihre ersten eigenen Sketchnotes vor, geben sich Feedback und sind sich einig: Es bleibt tatsächlich viel mehr in Erinnerung, wenn man Ohren und Augen gleichzeitig beschäftigt. Und ja, zeichnen kann tatsächlich jede.

Das war nur der Anfang

Das war erst der Anfang im Sketchnotes-Porta-Workshop? ©Conni Eybisch-KlimpelIn der Porta-Workshop-Reihe können sich Teilnehmerinnen an einem Tag intensiv mit einem zusätzlichen Thema auseinandersetzen, das über die Weiterbildung hinausreicht. Dabei können sie selbst Lernwünsche äußern. Die Teilnahme ist freiwillig und steht den Frauen aus allen Porta-Lerngruppen offen.

Im Spätsommer 2020 findet ein weiterer Workshop zum Thema Sketchnotes statt. Dann geht es darum, wie frau Sketchnotes für Kompetenzbilanzierung und berufliche (Neu-)Orientierung nutzen kann.

Sketchnote-Pionierinnen und -vorbilder (Auswahl)

Pause im Sketchnotes-Porta-Workshop ©Conni Eybisch-KlimpelEva.Lotta Lamm

Heather Leavitt Martinez

Nadine Roßa

Ines Schaffranek

Leseempfehlungen

Ed Emberley: Make a World (Kinderbuch in englischer Sprache). Hachette Book Group, ISBN: 978-0-316-78972-1

Nadine Roßa: Sketchnotes. Der Quick-Start-Block: Mit 50 Übungen ganz einfach visuelle Notizen zeichnen. Frech-Verlag. ISBN: 978-3-7724-8358-5

Ines Schaffranek: Sketchnotes kann jeder. Visuelle Notizen leicht gemacht. Rheinwerk Verlag. ISBN: 978-3-8362-4337-7

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Video

Annelies von Meisterbar: Wie Du Dein visuelles Vokabular aufbauen kannst

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Mehr Informationen zur Referentin Cornelia Eybisch-Klimpel*

Mit Sketchnotes aufs Wesentliche konzentrieren

Frau und Beruf

*von ihr stammen alle Sketchnotes in diesem Beitrag