Good-Practice: Gute Beispiele aus dem PORTA-Projekt

Das Projekt PORTA – MEDIENKOMPETENZ UND WORK-LIFE-BALANCE FÜR DEN BERUFLICHEN WIEDEREINSTIEG ist ein kostenfreies und flexibles Lern- und Orientierungsangebot für Frauen, die ihren beruflichen Werdegang wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen unterbrochen haben.

Während der Laufzeit 2018/2019 haben 86 Frauen an diesem Projekt teilgenommen, mehr als 60 Prozent von ihnen sind danach wieder in den Beruf eingestiegen oder haben eine Ausbildung begonnen.

Innerhalb des Projektes wurden drei Qualifizierungen angeboten: für Computer-Einsteigerinnen, für Frauen, die Bürokommunikations- und Internetkenntnisse erweitern bzw. aktualisieren wollten und für Frauen, die sich eine eigene Online-Reputation aufbauen wollten. Für interessierte Frauen haben wir zusätzlich eine Blog- und eine Podcast-Werkstatt angeboten.

Die dabei entstandenen Teilnehmerinnenarbeiten zeugen von thematischer Vielfalt und unterschiedlichen Herangehensweisen an unterschiedliche Aufgabenstellungen. Die hier vorgestellten Projekte können als gutes Beispiel gesehen werden, wie Frauen ihre Chancen nutzen, sich trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen wieder fit zu machen.

Abschlusspräsentationen

Abschlusspräsentation von Susanne D.Susanne D. zeigt in ihrer Abschlusspräsentation, warum Nachhaltigkeit durch Verzicht nicht weniger, sondern mehr ist.

Abschlussprojekt von Claudia P.Claudia P. beschreibt, wie viel Nahrung in Europa täglich weggeworfen wird und welche Folgen das für die Gesellschaft hat. Außerdem gibt sie Tipps für einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln und stellt einige Berliner Projekte vor, die sich gegen Lebensmittelverschwendung engagieren.

Abschlussarbeit von Bettina W.In der Abschlussarbeit von Bettina W. geht es um nachhaltige Kleidung. Das Themenspektrum reicht von Biobaumwolle über Second-Hand-Kleidung bis zu bekannten Labels, guter Qualität und sozialem Engagement.

Abschlussarbeit Teilnehmerinnen-PodcastOnomatopoesie, also die Lautmalerei, ist das sprachliche Nachahmen von akustischen Ereignissen.  Drei Teilnehmerinnen  gehen in ihrem Podcast dem Ursprung von Tamtam und Bohei nach, finden heraus, was es mit dem Trara auf sich hat und machen einen kurzen Ausflug in Walt-Disneys Comicwelt.

Das sagen unsere Teilnehmerinnen

"... sehr warme und herzliche Atmosphäre und viel Hilfe, auch über das „vereinbarte“ Maß hinaus."

"Die Dozentinnen sind sehr kompetent und inspirierend. Sie waren jederzeit engagiert, uns in unserem Fortkommen zu unterstützen."

"Jede durfte für sich ausprobieren, was alles noch geht und evt. entwickelbar ist. Toll!"

"Nur Mut, es lohnt sich, es gibt keinen Druck oder Stress, der Kurs ist lustig statt bierernst und jede kann Office lernen!"

Medienschau

Magazin Menschen – inklusiv lebenMenschen mit seelischen Erkrankungen haben es schwerer auf dem Arbeitsmarkt als andere. Auch deswegen sind ganzheitliche Weiterbildungsangebote extrem wichtig.
Über unsere PORTA-Qualifizierung berichtet das Magazin Menschen – inklusiv leben ab Seite 65

Video: Ein neuer Job für AnnaEin neuer Job für Anna ist der Titel des PORTA-Videos, das im Sommer 2019 entstanden ist.

Ihr findet es auf unserer Website und in unserem YouTube-Channel

"Nach langer Auszeit war es ein definitiv angstbesetzter Versuch für mich, wieder meine Fähigkeiten zu überprüfen in einem völlig fremden und erst mal verunsichernden Umfeld. Diese Unsicherheit hat sich ganz schnell gelegt, ich habe mich bei jedem Termin gefreut auf die Teilnahme, die Mitstreiterinnen und die Kursleiterinnen!"

"Ich bin wesentlich sicherer geworden im Umgang mit dem Rechner, kann mir besser selbst helfen und etwas rausfinden am PC, traue mir mehr zu."

"Jede kann in den Kursen ihren Platz finden und für sich an Sicherheit im IT-Bereich dazu gewinnen. Dabei ist völlig egal, mit welchen Vorkenntnissen sie dort startet."

"Verbindend ist der Wunsch etwas zu lernen, nicht aufzugeben und weiter voranzukommen. Dabei gibt es im FCZB die nötige Unterstützung auf vielerlei Basis und auf die Bedarfe der einzelnen Frau angepasst."

Impressionen aus dem Sketchnotes-Workshop

"Was dazu geführt hat, dass Frau aus dem Berufsleben rausgefallen ist, spielt hier keine Rolle. Jede bringt ihr ganz persönliches Päckchen mit und damit stehen wir alle auf der gleichen Stufe. Die persönlichen Grenzen jeder einzelnen werden gewahrt."

"Etwas, womit ich persönlich immer wieder gehadert habe, war der Umgang mit sozialen Medien. Durch den SMOR-Kurs habe ich hier viel Sicherheit gewinnen können, allein durch das Eintauchen in die verschiedenen Angebote dort. Die Entscheidung, was ich wo mit welchen Konsequenzen machen will, wurde dadurch leichter."

"Bevor ich meine Mannen frage, probiere ich jetzt grundsätzlich erst mal selbst und habe bei der ein oder anderen Computerangelegenheit mehr an Background als sie. Stolz!!!"

"Ich wollte in angenehmer Atmosphäre lernen und dabei meine Ängste, entstanden durch meine lange Auszeit, eine durch Krankheit ausgelöste Lebenskrise und das nun fehlende berufliche Netzwerk, abbauen. Dies ist zu 100% so gewesen."

Impressionen aus dem Abschlusskurs

PORTA – über das Projekt

  • Frauen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen werden häufig massiv behindert und sind mit Armut und gesellschaftlicher Exklusion konfrontiert.
  • Häufig können sie aufgrund von Erkrankung oder Behinderung keiner Erwerbsarbeit nachgehen, da es nur wenig inklusive Arbeitsplätze gibt.
  • Sie verfügen oft über wenig oder gar kein Einkommen, haben aber Kosten für Therapie und medizinische Hilfsmittel.
  • Sie sind oftmals kräftezehrenden Auseinandersetzungen mit Krankenkassen, Rententrägern und dem teilweise schlecht ausgestatteten Gesundheitssystem ausgesetzt.
  • Sie müssen viel Energie aufwenden, um die vielen Barrieren des Alltags zu überwinden.
  • Frauen unter 65
  • Berlinerinnen
  • Mit nachgewiesener Behinderung oder Erkrankung (Attest oder Schwerbehindertenausweis)
  • Mit Einkommen (Krankengeld, EU-Rente, Arbeitslosengeld, Hartz IV, Minijob oder Teilzeitstelle)
  • Ein-und Ausstieg sowie Unterbrechung jederzeit möglich
  • Lernen im FCZB und zu Hause
  • unterschiedliche Lernniveaus von Grundlagen bis professionell
  • Auszeichnung für Lernleistungen (Badges)

Lerngruppe: max. 6 Teilnehmerinnen
Dauer: 4 Wochen (24 Trainingsstunden)
Umfang: 2 x 3 Stunden pro Woche im FCZB
Inhalte:
– Computer ein-und ausschalten
– mit Maus und Tastatur umgehen
– Text eingeben und speichern
– Texte korrigieren und gestalten
– Internet-Grundlagen

Link zur Weiterbildung

Lerngruppe: maximal 22 Frauen
Dauer: maximal 9 Monate
Lernform: Blended-Learning |2 Präsenztreffen pro Woche |zusätzlich bis zu 20 Stunden Lernen online |zusätzlich individuelle Lernbegleitung
Inhalte:
– IT-Grundlagen und Lernplattform
– Internetgrundlagen
– Textverarbeitung
– Tabellenkalkulation
– Präsentation
– Scannen, Zippen, PDF
– Ergonomie am Arbeitsplatz
– Arbeitszeitorganisation
– Kompetenzbilanzierung
– Systemisches Coaching

Link zur Weiterbildung

Lerngruppe: maximal 22 Frauen
Dauer: maximal 16 Wochen
Lernform: Blended-Learning und agiles Lernen |1  bis 2 Präsenztreffen pro Woche im FCZB |bis zu 20 Stunden online Lernen pro Woche | individuelle Lernbegleitung
Inhalte:
– Bildbearbeitung
– Schreiben fürs Netz
– Orientierung in sozialen Netzwerken
– Twitter, Facebook, Instagram, Xing/LinkedIn
– Datenschutz
– Blog-Werkstatt
– Podcast-Werkstatt
– Netzwerken
– Kollaboratives Erarbeiten von Inhalten
– Individuelle Begleitung beim Aufbau einer Online-Reputation

Link zur Weiterbildung

– Was kann ich gut?
– Worin habe ich Expertise gesammelt?
– Was interessiert mich?
– Was ist mir wichtig?
– Was sind meine Ziele?
– Wie können diese Ziele erreicht werden?
– Austausch in der Gruppe
– Reflexionsphasen
– Individuelle Begleitung

– Aufbau sozialer Netze
– freundlicher und selbstbewusster Umgang mit sich selbst
– realistische Einschätzung des Leistungsvermögens
– Lust auf Neuentdeckungen


Das Projekt PORTA – MEDIENKOMPETENZEN UND WORK-LIFE-BALANCE FÜR DEN BERUFLICHEN WIEDEREINSTIEG wird gefördert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung aus Mitteln des Landes Berlin.

Das Projekt PORTA – MEDIENKOMPETENZEN UND WORK-LIFE-BALANCE FÜR DEN BERUFLICHEN WIEDEREINSTIEG wird gefördert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung aus Mitteln des Landes Berlin.Das Projekt PORTA – MEDIENKOMPETENZEN UND WORK-LIFE-BALANCE FÜR DEN BERUFLICHEN WIEDEREINSTIEG wird gefördert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung aus Mitteln des Landes Berlin.Das Projekt PORTA – MEDIENKOMPETENZEN UND WORK-LIFE-BALANCE FÜR DEN BERUFLICHEN WIEDEREINSTIEG wird gefördert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung aus Mitteln des Landes Berlin. Das Projekt PORTA – MEDIENKOMPETENZEN UND WORK-LIFE-BALANCE FÜR DEN BERUFLICHEN WIEDEREINSTIEG wird gefördert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung aus Mitteln des Landes Berlin.