Digitale Unabhängigkeit beginnt oft mit einer einfachen Frage: Welche Werkzeuge nutzen wir im Alltag – und gibt es freie, selbstbestimmtere Alternativen?

Genau darum ging es im zweistündigen Online-Workshop zu Nextcloud von Eva Schwaetzer am 20.05.2026. Mit der Open-Source-Plattform Nextcloud lassen sich Dateien speichern, teilen und gemeinsam bearbeiten – ähnlich wie bei Google Drive oder Microsoft Sharepoint, aber mit offenem Quellcode, anpassbaren Strukturen und der Möglichkeit zur Kontrolle über die eigenen Daten.
Rund zehn Frauen nahmen teil. Einige von ihnen hatten bereits Erfahrung mit Nextcloud, andere noch nicht. Fast alle wollten Nextcloud gerade deshalb kennenlernen, weil es eine freie und quelloffene Lösung ist. Im Workshop sprachen wir deshalb nicht nur über Funktionen, sondern auch über Datenschutz, digitale Souveränität und die Frage, wer eigentlich die Kontrolle über unsere Daten und digitalen Werkzeuge hat.
Anschließend wechselten wir direkt in eine Beispiel-Nextcloud und schauten uns dort den Aufbau der Oberfläche sowie grundlegende Funktionen an. Ein Schwerpunkt lag auf dem Teilen von Dateien und Ordnern: interne Freigaben, öffentliche Links, Passwörter, Ablaufdaten und Vergabe passender Rechte wie „ansehen“ oder „bearbeiten“.
Die Rückmeldungen waren sehr positiv: Die Themen kamen gut an und die Mischung aus Erklärung, Live-Demo und alltagsnahen Beispielen machte den Einstieg niedrigschwellig. Der Workshop hat gezeigt: Freie Software ist kein Nischenthema für Technikexpert*innen, sondern kann ganz konkret im Alltag ankommen.
Für alle, die den Nextcloud-Workshop verpasst haben, gibt es bald eine neue Gelegenheit, freie Software kennenzulernen: Auf dem Feministischen Sommerkongress am 4. und 5. Juli bieten wir einen kompakten Workshop zu Open Source und digitaler Souveränität an. Nach einem kurzen Input geht es praktisch weiter – mit kleinen Wechsel-Übungen zu freien Smartphone-Apps wie Signal, OpenStreetMap und Firefox. Anmelden könnt ihr euch schon jetzt hier!